31 Mai 2009

Es ist vorbei

45 Sitzungen waren es, etwas über zwei Jahre hat es in Anspruch genommen. So viel, wie ich erwartet hatte, bin ich dabei nicht zum bloggen gekommen. Vielleicht wird es jetzt ja mehr, wo ich nicht mehr zu den Sitzungen gehe?

Erfolg von Therapien ist sicher so eine Sache, insofern fällt es mir schwer von einer erfolgreichen Therapie zu sprechen. Aber in der Zeit habe ich mich von jemanden, der Schwierigkeiten dabei hat, in seiner Stadt mit der Bahn zu fahren zu jemandem entwickelt, der gerade einen neuen Job angenommen hat und dabei ist, seinen Umzug vom Ruhrgebiet nach Berlin durch zu ziehen. Der ein Praktikum von einem Monat in der fremden (Groß-)Stadt bereits absolviert hat, dabei die Diagnose von stark fortgeschrittener (Typ 2-)Diabetes erhalten hat und davon nicht aus der Bahn geworfen wurde.

Wie meine Therapie nun dazu beigetragen hat, ist nicht ganz sicher. Wenn ich nicht wegen des neuen Jobs umziehen würde, wäre durch mich und meinen Therapeuten noch eine Therapie-Verlängerung beantragt worden. Ich meine damit, welche meiner Fortschritte wurden durch den Therapeuten gebracht, welche zum Beispiel einfach nur durch meine Medikamention? Und die fortschreitende Zeit? Zeit heilt bekanntlich alle Wunden ...

Sicher war es an manchen Kreuzungen wichtig, den Therapeuten als Gesprächspartner, Ideengeber und einfach jemanden zu haben, der anders ist als das soziale Umfeld, das mich und meine Probleme geschaffen (bzw. das ich mir danach geschaffen habe). Aber ob das 45x70 Euro wert war (was mein Therapeut insgesamt für die Therapie erhalten hat)? Ob ich mehr erreicht hätte, wenn man mir diese 3150 Euro direkt (oder auch über zwei Jahre verteilt) in die Hand gedrückt hätte?

Man wird sehen müssen, wie ich mich in den kommenden Wochen und Monaten halten werde.